Die wahre Geschichte vom Nikolaus

Illustration vom Nikolaus
Niko ist ein Riesenfan vom Heiligen Nikolaus | ©Nikolausdorf.art.NIKOLAUS-MarinaKolishchak

Auf dem Weihnachtsmarkt Nikolausdorf bringt unser Puppen-Unikat NIKO die wahre Geschichte des Heiligen Nikolaus nahe, von dem er ein Riesenfan ist….

In der Dorfkapelle des Nikolausdorfs kann man NIKO ganztägig, auf originalen, kleinen Kirchbänken sitzend, filmisch bewundern: Niko erzählt die wahre Geschichte vom Nikolaus

Ein weiterer Film in der Dorfkapelle: Niko erzählt die Weihnachtsgeschichte

 

Entworfen und kreiert wurde NIKO von der Kölner Puppenbauerin Ute Krafft. In Szene gesetzt wird NIKO von einem der bekanntesten und besten Puppenspieler Deutschlands: Carsten Haffke („Sesamstrasse“, „Die Sendung mit dem Elefanten“…)

NIKO erzählt:
Die wahre Geschichte vom Nikolaus

mit Illustrationen von Marina Kolishchak

Eins vorweg: Der Heilige Nikolaus hat wirklich gelebt.
Illustration vom Nikolaus
Nikolaus war ein gutherziger Mensch | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak

Er war ein so außergewöhnlicher und gutherziger Mensch, dass wir uns bis heute besonders an seinem Namenstag, dem 06. Dezember, an ihn erinnern.

Dann besucht er Kinder und Erwachsene, um ihnen Freude zu bereiten und sie zu beschenken.

Wer aber erzählt, dass der Nikolaus Kinder für irgendwelche doofen Aktionen bestrafe, lügt.

Außerdem wird der Nikolaus oft mit dem Weihnachtsmann verwechselt. Dabei ist der nur so etwas wie ein Überbringer von Geschenken, über den es nicht viel zu erzählen gibt.

Über den heiligen Nikolaus aber kann man viel erzählen:
Nikolaus verliert seine Eltern | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak

So weiß man, dass er ungefähr im Jahr 280 in der heutigen Türkei geboren wurde. Seine Eltern waren sehr reich, starben aber leider früh. Da war Nikolaus gerade mal 16 Jahre alt. Einige Jahre wohnte er allein in dem großen Elternhaus.
Schnell wurde klar, dass er ungewöhnlich hilfsbereit war:
Immer wenn hungrige Kinder oder arme alte Menschen an seine Türe klopften, gab er ihnen gern etwas von seinem Reichtum ab.

Nikolaus und die 3 Goldenen Kugeln | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak
Nikolaus und die 3 Goldenen Kugeln | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak

Einmal soll er 3 jungen Frauen heimlich Gold durchs Fenster - oder durch den Kamin in die darin aufgehängten Socken geworfen haben, damit sie eine ausreichende Mitgift hatten, um sich den Mann ihres Herzens aussuchen zu können.

Aus dieser Legende entstand die Darstellungsweise, die Nikolaus mit drei goldenen Äpfeln oder Kugeln zeigt, und man begründet aus dieser Überlieferung auch , dass am Vorabend des Nikolaustages Nikolausstiefel, -strümpfe oder -teller aufgestellt werden, in der Hoffnung, dass sie am nächsten Morgen gefüllt sind.

Eines Tages verkaufte er das Haus und zog in eine andere Stadt. Die Stadt hieß Myra und lag auch in der heutigen Türkei. Damals wurde ein neuer Kaiser gekrönt: Konstantin. Er erlaubte es den Menschen, die gern Christen sein wollten, Kirchen zu bauen und sich dort zu treffen.
Deshalb konnte der gläubige Nikolaus bald zum Priester geweiht und später zum Bischof gewählt werden.

Bischof Nikolaus | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak
Bischof Nikolaus | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak

So ein Bischof fällt schon rein äußerlich auf.

Das liegt an seinen Insignien, also an Zeichen, die ein Mensch trägt, damit man sieht, dass er eine besondere Würde hat. Am auffälligsten ist sicherlich die typische Kopfbedeckung für einen Bischof: Das ist die Mitra. Dann ist da noch der Bischofsstab. Er war ursprünglich ein Hirtenstab und ist ein Symbol dafür, dass ein Bischof auf seine Herde aufpassen muss, ganz besonders auf die Kinder. Typisch ist auch das prunkvolle Gewand eines Bischofs. Getragen wird es zu besonders festlichen Anlässen.

Und was ist das für ein Fest, wenn der Nikolaus die Kinder besucht.

Nikolaus, der Schutzpatron der Kinder | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak
Nikolaus, der Schutzpatron der Kinder | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak

Der Heilige Nikolaus scheute sich nicht, in seinem würdevollen Gewand durch die Städte zu ziehen und auch bei den Ärmsten vorbei zu schauen.

Von dem Geld, das Nikolaus für sein großes Haus bekommen hatte, ließ er Armenhäuser für Menschen bauen, die keine Wohnung hatten.

Er richtete Waisenhäuser für Kinder ein, die keine Eltern hatten oder um die sich niemand kümmerte.

Im Hafen von Myra baute er ein Haus für alte Seeleute, die nicht mehr aufs Meer hinaus fahren konnten, und auch darüber gibt es eine Geschichte zu erzählen:

Nikolaus, der Schutzpatron der Seefahrer | ©nikolausdorf.art -Marina Kolishchak
Nikolaus, der Schutzpatron der Seefahrer | ©nikolausdorf.art -Marina Kolishchak

Nikolaus soll Seeleuten das Leben gerettet haben.

Sie waren mit ihrem Segelschiff in einen schweren Sturm geraten. Er zerfetzte die Segel, die Seeleute hatten Todesangst. Da stand plötzlich ein Mann hinter dem Steuer und lenkte das Schiff sicher durch den Sturm bis in den Hafen von Myra. Am nächsten Tag wollten die Matrosen in der Kirche Gott für ihre Rettung danken. Bischof Nikolaus stand dort hinter dem Altar, und die Seemänner erkannten in ihm ihren Retter in der Not.

Nikolaus, der Schutzpatron der Bäcker | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak
Nikolaus, der Schutzpatron der Bäcker | ©Nikolausdorf.art Marina Kolishchak

Diese überlieferte Geschichte ist wohl auch Hintergrund für den seit dem 15. Jahrhundert bekannten Brauch, aus Papier gebastelte Nikolausschiffe vor die Tür zu stellen, in die Nikolaus seine Gaben legen sollte. Die Nikolausschiffchen wurden später durch Stiefel, Schuhe oder Strümpfe abgelöst.

Vom 15. Jahrhundert an verbreitete sich auch die Legende über Nikolaus und die Getreidehändler.

Während einer schlimmen Hungersnot soll es Bischof Nikolaus geschafft haben, ganz viele Kornsäcke zu besorgen. Er verteilte das Saatgut an die hungernden Menschen, und endlich konnte wieder Brot gebacken werden.

Seine Gemeinde konnte sich noch auf Jahre hinaus von dem Korn ernähren.

Seit jeher ist der Nikolaus auch der Patronat der Bäcker.

All das sind die Gründe, warum Nikolaus bis heute als u.a. Schutzpatron der Bäcker, der Seeleute, der Reisenden, der Pilger, der Händler, der Armen und natürlich der Kinder verehrt wird.

Ungefähr im Jahr 351 ist Nikolaus gestorben.
Für damalige Verhältnisse ist er sehr alt geworden: fast 70 Jahre. Viele Menschen besuchen noch heute sein Grab in Bari. Das ist eine große Stadt in Süditalien. Warum dort? Seine sterblichen Überreste waren eigentlich in Myra aufbewahrt worden. Aber im 11. Jahrhundert wurde Myra von Fremden überfallen und ausgeraubt. Kaufleute aus Bari haben das miterlebt. Sie schafften es, die Gebeine des heiligen Nikolaus zu retten und in ihre Stadt zu bringen.

 

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